Aktuelles
Dienstag, 6. Dezember 2011Rundbrief 3 – 2011
MOIN MOIN, werte Mitglieder unseres Vereins und Interessenten,
ein europapolitisch dramatisches Jahr geht zu Ende. Schonungslos ist uns in den zurückliegenden Monaten vor Augen geführt worden, wie fatal die Folgen sind, wenn gemeinsam vereinbarte, vertraglich festgelegte Regeln missachtet werden. Als mit dem Vertragswerk von Maastricht europäische Staaten den lange vorbereiteten Schritt in die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion wagten, lag ein Großteil der Kritiker und Befürworter nicht weit auseinander. Allen war klar, dass die Stabilität einer gemeinsamen Währung eine abgestimmte Finanz- und Haushalts-, Wirtschafts- und Sozialpolitik verlangt, am besten in eine Politische Union eingebettet sein müsse. Kritiker forderten diese als Voraussetzung für die Währungsunion, Befürworter setzten auf die Erwartung, dass diese erforderlichen Rahmenbedingungen zielstrebig und verlässlich geschaffen würden. Doch dies wurde politisch - national wie international – versäumt – mit fatalen Folgen, wie wir erfahren. Von Tag zu Tag wird es schwieriger, die außerordentlich kritischen Situationen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und an den ungezügelten internationalen Finanzmärkten in den Griff zu bekommen. In einigen Mitgliedsstaaten ringen Regierungen um Handlungsfähigkeit, in anderen regieren Zögern und Zaudern. Immer deutlicher wird, dass das institutionelle Gefüge der EU mit seinen für viele unverständlichen Kompetenzverteilungen den aktuellen Herausforderungen kaum gewachsen ist. Das intergouvernementale Geschachere im Europäischen Rat schürt Misstrauen, besonders, wenn die Achse Berlin – Paris meint, den Kurs bestimmen zu müssen. Noch bilden die Gemeinschaft 27 gleichberechtigte Staaten, die Eurozone 17 – mit deutlichen Abhängigkeiten aller anderen. Und die demokratischen Grundsätze in der EU verlangen nach einer demokratischen Legitimation der Europapolitik durch das Europäische Parlament (EP) und die nationalen Parlamente. Auf diesem Hintergrund verdient der Vorschlag des Vize-Präsidenten des EP und neuen Präsidenten der Europa-Union Deutschland, MdEP Rainer Wieland, besondere Beachtung, diese neuen verbesserten Grundlagen für die Gemeinschaftspolitiken in einem Konvent zu erarbeiten, der kontinuierlich tagt, „bis weißer Rauch aufsteigt“. Wiederum müssten Mitglieder des EP, der nationalen Parlamente, der Kommission und der Regierungen aller Mitgliedsstaaten zusammen wirken und ein für alle Beteiligten tragfähiges Ergebnis vorlegen, das Schuldenabbau und Wirtschaftskraft gleichermaßen berücksichtigt und die EU funktionsfähig macht. Die Zeit drängt ! Höhepunkt unserer Vereinsarbeit war in diesem Jahr eindeutig die Landesversammlung, die unser Verein nach 2003 zum zweiten Mal für den Landesverband Niedersachsen Anfang Oktober in Oldenburg ausrichtete. Im öffentlichen Teil beeindruckten vor vollem Haus zwei Vorträge von Dr. Eva Högl, MdB und Vize-Präsidentin der EUD über „Mehr Europa für die Wirtschafts- und Währungsunion“ und von Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik, über die Rolle Polens in der EU. ![]() Zum Jahresabschluss treffen wir uns am Freitag, 9. Dezember, 18 Uhr vor dem Alten Rathaus zum Gang über den Weihnachtsmarkt. Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte über 0441 - 37777 ! Der Vorstand wünscht Ihnen eine schöne Adventszeit und einen guten Jahreswechsel in ein besseres 2012. Ihr Adolf Schröder Donnerstag, 22. September 2011Rundbrief 2 – 2011MOIN MOIN, werte Mitglieder unseres Vereins und Interessenten, nach abwechslungsreichen Veranstaltungen im ersten Halbjahr, die zu vielfältigen europapolitischen Aktivitäten in der Europawoche im Mai überleiteten, mussten in der Sommerpause die Vorbereitungen für die Landesversammlung der Europa-Union Niedersachsen am 8. Oktober im LzO-Forum des neuen Bildungshauses der VHS Oldenburg vorangetrieben, konnten neuerdings zugänglich gewordene Unterlagen über die Gründung europapolitischer Interessensvertretungen in Oldenburg und Niedersachsen ausgewertet werden, die neue Erkenntnisse für unsere Vereinschronik erbrachten. In europapolitisch und für den Verband schwierigen Zeiten hat der Landesvorstand die wichtigste Veranstaltung des Landesverbandes wiederum nach Oldenburg vergeben. Während 2003 Veranstaltungsort der Alte Landtag im Dobbenviertel war, wird die Landesversammlung 2011 in einem neu gestalteten Teil der Stadt am Nordausgang des Bahnhofs in der VHS stattfinden. Delegierte und Gäste der Veranstaltung werden also ein neues Gesicht unserer Stadt kennen lernen. Aktuell und der Zukunft zugewandt sollen auch die Themen sein, die wir in Abstimmung mit dem Landesvorstand für den öffentlichen Teil der Landesversammlung am Vormittag ausgewählt haben. Nach kurzen Grußworten wird die Vize-Präsidentin unseres Verbandes, Dr. Eva Högl, MdB, zum aktuellen Thema der Bewältigung der Krisen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion Stellung beziehen. Danach wird der Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik, S.E. Dr. Marek Prawda, über Ziele und Aufgaben der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes im zweiten Halbjahr 2011 sprechen. Hierzu sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Auf Interesse dürfte auch das Vorprogramm stoßen: Am Freitag um 16 Uhr ist ein Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt, Herrn Dr. Schwandner, im Alten Rathaus, danach eine Stadtführung vorgesehen. Für den Abend steht ein Besuch des Theaters „Laboratorium“ mit dem neuen Stück „Rotkäppchen-Variationen“ auf dem Programm. Dafür haben wir 50 Theaterkarten zum Preis von 26 € (Ermäßigung für Studierende, Schüler, Arbeitslose 21 €) reserviert. Interessierte Vereinsmitglieder melden sich bitte umgehend beim Vorsitzenden! Eine bemerkenswerte Überraschung beinhalteten für unseren Verein in Oldenburg Dokumente, die uns in der Sommerpause zugänglich wurden und neue Erkenntnisse über die Entstehung der Europabewegung in Oldenburg und umzu erbrachten. Danach muss es in Oldenburg bereits 1947 einen „Europa-Bund“ gegeben haben. An den Fusionsverhandlungen zur „Gemeinschaft Europa-Bund– Europa-Union“, am 20. November 1947 in Hagen (Westf.) beschlossen, war für den Europa-Bund Karl Meinike aus Olden-burg beteiligt. „Dem „Hauptfusionsausschuß“ gehörten aus dem Europa-Bund die Herren Maaß (München), Meinike (Oldenburg) und Schmitz (Solingen), aus der Europa-Union die Herren Berringer (München), Dr. Hasemann (Hannover) und Meinberg (Kohlstädt) an.“ - Für den Zusammenschluss beider Organisationen zur Landesgruppe Niedersachsen hatte der Europa-Bund wiederum Karl Meinike und Hans Schneider, Hildesheim, benannt, die Europa-Union Dr. Hasemann, Hannover, und Walter Beyerlein, Wilhelmshaven. Welche Aufgaben und Ziele dieser „Europa-Bund“, in dem Karl Meinike aus Oldenburg offenbar eine prägende Rolle spielte, 1947 und in den folgenden Jahren verfolgte und wie er sich in Oldenburg weiter entwickelte, müssen wir noch herausfinden. Auch für die Folgezeit haben wir nur bruchstückhafte Informationen: So nahmen im Sommer 1952 Mitglieder aus Oldenburg an einer Studienfahrt der Europa-Union Niedersachsen nach Paris teil, wo sie Bundeskanzler Adenauer während seiner Verhandlungen über die Zukunft des Saargebietes begegneten. - Im September 1968 hatten die „Jungen Europäischen Föderalisten“ im „Kreisverband Oldenburg“ der Europa-Union Deutschland zu einem „Diskussionsabend“ über „Die Ereignisse in der Tschechoslowakei und ihre Rückwirkung auf die Europa-Politik eingeladen“. Neue Impulse erhielten Vereins- und Verbandsarbeit durch die ersten Direktwahlen des Europäischen Parlaments. Aus jenen Jahren haben wir detailiertere Informationen, die in der Chronik unseres Vereins unter www.eufol.org demnächst nachzulesen sein werden. Doch wie die Anmerkungen zeigen, sind wir nach wie vor auf der Suche nach weiteren Auskünften. Und nun ein Blick nach vorn: Viktoria Ederle will in Oldenburg den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) neue Impulse geben. Für Interessenten: viktoria.ederle@gmx.de Abschließend eine dringende Bitte: Teilen Sie dem Vereinsvorstand mit, wenn sich Ihre Adresse oder Bankverbindung geändert hat! Und eine Anregung: Wenn Sie Informationen aus Verein und Verband gern per Mail erhalten möchten, senden Sie uns Ihre Mail-Adresse! Der Vereinsvorstand freut sich auf Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen im Rahmen der Landesversammlung und wünscht allen einen sonnigen Herbst. Adolf Schröder Die Bankverbindung unseres Vereins lautet: Volksbank Ganderkesee-Hude (BLZ 28062249) - Konto-Nr. 0130863700 Vorsitzender: Adolf Schröder, Muttenpottsweg 99b, 26125 Oldenburg, Tel. 0441 – 302214 Mittwoch, 26. Januar 2011Veranstaltungen 2011
28. Januar, 19 Uhr, Café Kurswechsel, VHS OL, Karlstr. 25 und am 18. März, 19 Uhr, „Klause“ in Dangast: „Internationale Kriminalität in Kriminalromanen“ – Lesung mit Dr. Reinhold Friedl
17. Februar, 20 Uhr, „europe direct“, Bürgerstr. 1: Jens Heinemann: „Ein Europäer in Äthiopien“, anschließend Mitgliederversammlung 11. März, 19 Uhr, LzO-Forum in der VHS OL, Karlstr. 25: „Kontinent der Hoffnungen – Mein europäisches Leben“ - Lesung mit Prof. Dr. Klaus Hänsch, ehem. Präsident des EP 01. April, 17 Uhr, „europe direct“, Bürgerstr. 1: „Das Europäische Parlament im Zentrum der Europapolitik“, Vortrag von Frank Piplat, Leiter des Informationsbüros für Deutschland Europawoche vom 5. – 16. Mai 6. Mai, “europe direct”: Tag der offenen Tür 7. Mai, 16 Uhr, Rathausplatz Kirchhatten: Chorkonzert 16. Mai – Aktionstag in Schulen 08. Oktober – Landesversammlung in Oldenburg
(Seite 1 von 8, insgesamt 22 Einträge)
» nächste Seite
|
Verwaltung des Blogs |

